Geld verdienen mit deinem Blog: 7 Möglichkeiten und ganz viele Tipps

Ich verdiene mit meinem Reiseblog fast meine Miete und das kannst du auch weil ich dir verrate, wie du dein Blog monetisieren kannst und dir damit ein kleines passives Einkommen schaffst.

Disclaimer: bis du mit deinem Blog ein kleines Sümmchen zusammen bekommst, kann es ein Weilchen dauern. Wie viel du verdienst, hängt sehr stark von deinen Besuchszahlen ab und davon, wie du deine Geldquellen auf deiner Seite platzierst. Dazu aber später mehr.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit einem Blog Geld zu verdienen. Manche bedeuten kaum Aufwand, in andere muss man mehr Arbeit und manchmal sogar Geld stecken um wieder etwas rauszubekommen. Ich arbeite mich in den nächsten Absätzen von wenig zu viel Aufwand hoch.

Affiliate Links

Wenn du Affiliate Links einsetzt, kannst du mit jedem Klick auf diese Links irgendwas zwischen ein paar Cent und ein paar Euro verdienen. Beim Klick auf einen dieser Links wird ein Cookie gesetzt und deiner Seite zugeordnet. Wird dann etwas gekauft, bekommst du einen bestimmten Prozentsatz vom Umsatz ab.

Die einfachste Art, Affiliate Links zu setzen, ist mit dem Amazon Partnernet. Hierüber kannst du alle Amazon-Produkte verlinken und bekommst deinen Share wenn dein*e Besucher*in innerhalb von 2 Wochen etwas bei Amazon kauft - egal, was es ist.

Es gibt auch viele andere Affiliate Programme, google einfach mal für deinen Bereich. Ich habe auf meinem Reiseblog Affiliate-Links für eine Mietwagenvermietung, einen Camper-Van Vermieter, Booking-Buchungen, Getyourguide und eben Amazon.

Aufwand

Du musst dir eigentlich nur den Aufwand machen, passende Affiliate-Partner oder -Programme rauszusuchen und dann alles zu verlinken, was geht (aber bitte nicht übertreiben ☝️).

Output

Zwischen ein paar Cent für ein Buch beim Amazon Partnernet bis hin zu mehreren Hundert Euro mit anderen Partnern ist alles möglich.

Affiliate hat 2022 gute 37% meiner Blog-Einnahmen ausgemacht.

Werbeanzeigen

Wenn du Werbeanzeigen auf deinem Blog einbinden möchtest, kannst du das entweder direkt mit deinen Werbepartnern ausklamüsern oder du nutzt ein Ad-Netzwerk wie zum Beispiel Google AdSense. Hier bekommst du pro Klick ein paar Cent. Du hast bei AdSense die Möglichkeit, die ausgelieferten Anzeigen auf deine Zielgruppe zuzuschneiden und bestimmte Anzeigen auszuschließen, wenn sie jetzt absolut gar nicht zu deinem Thema passen.

Aufwand

Wenn du dich für ein Ad-Netzwerk entscheidest, musst du dich dort anmelden und die passenden Angaben zu deinem Blog machen. AdSense kannst du über ein Plugin oder Code-Schnipsel in deine Seite einbinden und soweit ich weiß, auch die Platzierung der Anzeigen bestimmen (ich binde keine Werbeanzeigen ein, deshalb kann ich hier nur ganz wage Angaben machen).

Output

Der Output hängt sehr stark von deinem Thema und deinem Traffic ab. AdSense meint, in Europa kann man bei 50.000 Seitenaufrufen/Monat im Thema Reise um die 4.500 US$ im Jahr verdienen. Wer sich allerdings selbst mal beobachtet weiß auch, wie oft man auf so eine Anzeige klickt…

Reselling

Als Reseller verkaufst du die Produkte von anderen über dein Blog und bekommst für jeden Verkauf eine kleine Provision. Ich habe über ein Reselling-Netzwerk Tages- und Mehrtagestouren in Island verkauft und mit Partnern zusammengearbeitet, die mir zwischen 5% und 25% vom Tourenpreis gezahlt haben. Das ganze lief so ab, dass die Käufer-innen direkt nach Buchung den Betrag an mich überwiesen haben und mir der Reselling-Partner seinen Anteil nach Antritt der Tour in Rechnung gestellt hat. Das bedeutete für mich, dass das Geld der Käufer-innen unter Umständen bis zu einem Jahr auf meinem Konto lag weil zwischen Buchung und Reiseantritt oft sehr viel Zeit vergeht.

Aufwand

Man muss hier die passende Reselling-Plattform für sich finden und sich einfach dort anmelden. Auf der Plattform werden dann Verträge mit den Partnern geschlossen. Im Anschluss bindet man die Produkte in die Website ein und ist bereit zum Verkaufen. In der Einrichtung also nicht besonders aufwändig.

Je nach Plattform muss man eine monatliche Gebühr zahlen. Und es kann schon sehr anstrengend sein, das Geld, was direkt nach der Buchung auf’s Konto kommt, nicht auszugeben bis die Tour angetreten wurde 🙃.

Output

Es kommt auf die Partner und ihre Konditionen an. Wie gesagt habe ich zwischen 5% und 25% Provision pro verkaufter Tour erhalten, die meisten haben 15% gezahlt. Wenn über meine Website eine 7-Tagestour gekauft wurde, habe ich damit etwa 200 Euro verdient.

Ich habe leider nicht so viele Touren verkauft, als dass sich die monatliche Gebühr gelohnt hat und habe Reselling deshalb wieder von meinem Blog runtergeschmissen.

Insgesamt habe ich durch Reselling 2022 nur gute 5% meiner Blog-Einnahmen generiert.

Partnerschaften & Sponsored Artikel

Partnerschaften und Sponsored Artikel sind super, wenn du für Content-Erstellung bezahlt werden möchtest. Oft geht es den Unternehmen hierbei um Reichweite oder Backlinks aus dem passenden Umfeld. Wie umfangreich die Partnerschaft gestaltet ist, muss man verhandeln.

Aufwand

Neben der reinen Schreibarbeit solltest du hier daran denken, dass die Kommunikation mit den Partnern Zeit (und manchmal auch Nerven) kostet. Gleiches gilt für die Auswertung, wenn ihr gemeinsame Kampagnen macht, die auf Reichweite abzielen.

Output

Der Output kommt auf deine Verhandlungsskills und den Wert, den du deiner Arbeit und deinem Blog gibst, an. Ich berechne Sponsored Artikel mit der Zeit, die ich durchschnittlich für einen Blogartikel benötige x meinen Stundensatz + 10%.

Es gibt verschiedene Arten, den Preis von solchen Artikeln zu berechnen. Manche gehen vom reinen Stundensatz aus, andere ziehen noch den zu erwartenden Traffic mit hinzu (was Sinn macht, wenn du viel Traffic hast), wieder andere berechnen ihre Preise nach Attraktivität des Partners (möchte ich unbedingt mit einem Partner zusammenarbeiten und bin bereit, meine Arbeit dafür günstiger anzubieten?). Manchmal bekommt man noch einen kleinen Anreiz obendrauf, wie die Teilnahme am Affiliate-Programm, dann kann der Text auch etwas günstiger werden. Ich würde übrigens davon abraten, sich in Sachleistungen aka. „Geschenken“ bezahlen zu lassen weil deine Arbeit aka Zeit immer mehr wert ist als ein kleines Goodie.

2022 sind knappe 8% meines Einkommens durch Partnerschaften zustande gekommen.

Digitale Produkte

Vielleicht gibt es etwas, das du gut kannst oder weißt, für das dich andere Menschen bezahlen möchten. Das kann zum Beispiel eine Canva-Vorlage, ein ausführlicher Guide über eines deiner Themen, ein Online-Kurs, eine Newsletter-Serie oder ein eBook sein. Ideen für digitale Produkte findest du, wenn du dir den Content anschaust, der gut läuft und dir überlegst, wie du das Thema noch interessanter gestalten könntest.

Aufwand

Die gute Nachricht: du hast den Aufwand für ein digitales Produkt idealerweise nur ein Mal. Die schlechte Nachricht: Je nach Produkt kann es schon gut dauern, bis der Content steht, rund ist und man damit zufrieden ist. Mein Reiseführer hat ungefähr 2 Wochen gedauert, meine Reiseplanungen nur 3 Tage.

Output

Den Preis deiner digitalen Produkte legst du selbst fest. Je nachdem, welches Problem deiner Zielgruppe du damit löst, kann das schon auch in die Hunderte Euro gehen (zum Beispiel mit einem Online-Kurs in Videoform).

Digitale Produkte machen gute 10% meiner Einnahmen aus.

Dienstleistungen

Kannst du einen deiner Skills zur Dienstleistung machen? Und hast auch noch Zeit dafür? Dann Go for it! Ich biete auf meinem Blog einen Reiseplanungs-Check an, Menschen schicken mir ihre Reisepläne für Island und ich gebe Feedback, wie realistisch die sind und weitere Tipps um die Reise noch besser zu machen. Meine fertigen Reiseplanungen sind übrigens daraus entstanden, dass ich individuelle Reiseplanungen angeboten und gemerkt habe, dass die meisten Reisenden ziemlich ähnliche Pläne haben.

Aufwand

Wie das mit Dienstleistungen halt so ist, musst du dafür Zeit aufwenden. Der Aufwand hängt also davon ab, welche Dienstleistung du anbietest und ob du sie irgendwie vereinheitlichen oder Bausteine dafür erstellen kannst.

Ich habe pro individueller Reiseplanung anfangs um die 4-6 Stunden benötigt (was in keinem Verhältnis zum Preis stand) und hatte nach ca. 10 Stück ein Repertoire an Bausteinen, die ich immer wieder nutzen konnte bis sie letztendlich zum Digitalen Produkt wurden.

Ich habe 2022 knapp 19% meiner gesamten Einnahmen durch Dienstleistungen verdient.

Output

Deine Zeit, dein Preis. Du kannst selbst entscheiden, welchen Wert du deinen Dienstleistungen gibst. Hier neigt man übrigens dazu, zu wenig zu berechnen. Bedenke also auch, welchen Wert die Lösung ihres Problems für deine Besucher-innen hat.

Was du neben dem rein Monetären auch noch bekommst: super viele Infos darüber, wer deine Besucher*innen sind und wie sie ticken. Das hilft wiederum bei der Entwicklung von neuem Content und neuen Produkten.

Physische Produkte

Physische Produkte sind alle Dinge, die man anfassen kann. Hierzu zählen zum Beispiel Bücher, Tassen, Postkarten, Shirts, Gestricktes, Kalender,… und dir fallen bestimmt auch noch 1.000 Dinge ein.

Wie schon gesagt, gehst du bei diesen Produkten ein Risiko ein: nämlich, dass niemand deinen Kram kauft und du am Ende auf Produkten und Kosten sitzen bleibst.

Als eine Person, die schon ein Fashion Label hochgezogen hat, Reiseführer und Prints verkauft, rate ich dir: Verkaufe die ersten Runden nur! mit Vorbestellungen über die du deine Produktionskosten reinholst, bevor du in die Produktion gehst. So kannst du auch den Product-Market-Fit abchecken, also ob es überhaupt Bedarf nach deinem Produkt gibt.

Aufwand

Der Aufwand kann von gering bis superhoch gehen, je nachdem, was du anbietest. Mein Reiseführer hat zusätzlich zu den zwei Wochen Schreibzeit für das eBook nochmal 3 oder 4 Wochen und mehrere Testdrucke gedauert, bis ich mit seinem Layout und Inhalt zufrieden war (es ist einfach etwas anderes, wenn es gedruckt wird). Wenn du DIY-Artikel anbietest, weißt du auch, wie lange so etwas dauert. Dinge, auf die einfach ein Design gedruckt wird, wie Tassen, Postkarten und so weiter, gehen vergleichsweise schnell.

Neben dem zeitlichen Aufwand hast du auch noch den finanziellen Aufwand (Erinnerung an die Vorbestellungen), weil du normalerweise in Vorkasse treten musst. Ich kann dir sagen, dass 50 Reiseführer an die 500 Euro im Druck kosten und 50 fair-produzierte, umweltfreundlich-gedruckte T-Shirts an der 1.000er Marke kratzen. Überleg dir also gut, was du leisten kannst und ob du das wirklich willst.

Eine Alternative zum eigenen Lager sind On-Demand Produkte, die nur dann gedruckt werden, wenn sie bestellt werden. Shopifiy hat dafür ein paar gute Partner im Angebot, mir gefiel bei meinen Tests allerdings die Qualität nicht und die Preise für solche On-Demand Sachen sind auch nicht gerade günstig, sodass deine Gewinnspanne unter Umständen nicht soooo groß ist.

Output

Denn der Output ist hier echt gering. Mein Reiseführer hat einen Gewinn von 5 Euro wenn ich ihn selbst verkaufe (19,90€ inkl. MwSt. und Versand). Die Shirts, die ich damals verkauft habe, hatten einen Gewinn zwischen 4 und 7 Euro je nach Modell bei einem Verkaufspreis von 25€. Reich wird man hier nur, wenn man sehr viel verkauft, Mengenrabatte in der Produktion bekommt oder sehr hohe Preise hat, was bei vielen Produkten nicht geht weil es viele Produkte woanders einfach günstiger gibt.

Meine physischen Produkte haben 2022 gute 20% meiner Einnahmen ausgemacht.

Wie lange dauert es, bis man mit einem Blog "viel" Geld verdient?

Bei mir hat es ungefähr 6 Jahre gedauert, allerdings war das Thema Geld verdienen lange nicht mein Fokus mit dem Blog. Ich habe ziemlich von Anfang an Amazon Affiliate Links auf meine Seite gesetzt und damit in den ersten Jahren immer mal ein paar Euro verdient, richtig bemerkt habe ich diese Einnahmen aber erst ab einer Besuchszahl von 6.000 Besucher*innen im Monat (ab da stiegen dann natürlich auch die Einnahmen aus anderen Quellen an).

Ich würde das "wie lange" also gar nicht mal von einem Zeitraum, sondern von der Anzahl deiner Besucher*innen abhängig machen und davon, wo und wie deine Geldquellen platziert sind. Erfahrungsgemäß funktionieren sie am besten in einem Kontext, wo sie einen Mehrwert bieten – Affiliate-Links kannst du z. B. super in einer Packliste unterbringen. Den Link zur Mietwagen-Vermietung findest du bei mir im Text zum Thema Mietwagen in Island und in der Seitenleiste. In jedem Artikel zu bestimmten Ausflugszielen ist ein Link zur passenden Tour enthalten. Meinen Reiseführer findest du in jeder Sidebar und ab und zu auch unter den Artikeln. Wenn ich so drüber nachdenke, sind meine Einnahmequellen schon sehr häufig eingebunden, aber definitiv nicht so, dass sie stören oder negativ auffallen.

Noch ein Tipp: wenn du dein Blog zu Geld machen möchtest, setz unbedingt ein gutes Tracking dafür auf. Nur so kannst du kontinuierlich optimieren und höhere Einnahmen erzielen.

Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Einblick ins Thema Geld verdienen mit deinem Blog geben und fänd's super, wenn du jetzt sogar schon ein paar Ideen hast, wie du mit deinen Inhalten, bzw. dem Drumherum ein kleines passives Einkommen aufbauen kannst.

Wenn du das mit meiner Hilfe schaffst, schick gerne mal eine Mail rüber und lass dich feiern!

Und wenn du gerne ein bisschen Ideen-Pingpong zu den passenden Geldquellen für deine Website spielen möchtest, buch dir hier einen Call mit mir.

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